Münchner Heldentheater - zeit für experimente!


die Welt retten ...

Die Welt retten - darunter machen wir es nicht. Alles andere wäre geradezu zynisch. Da kann man keine Abstriche machen. Man muss das Gute wollen und erreicht somit mehr Integrität, die Übereinstimmung von Idealen und Lebenspraxis. Das Ziel ist klar, die Handlungen folgen. Egal, wie klein man ist, egal wie schwach man ist, egal wie unbedeutend man ist. Alle sind dazu aufgerufen dabei zu sein, um diese Welt umzugestalten, damit sie so bleiben kann, wie sie ist. Ein Paradox. Es entsteht dadurch, dass wir unsere Lebenweisen weiterentwicklen müssen, um unsere Lebensgrundlagen zu erhalten. Die gesamte Menschheit ist aufgerufen, einen evolutionären Quantensprung hinzulegen. Ansonsten bleibt uns nur, in den virtuellen Raum oder das Weltall auszuwandern, oder auszusterben. Die Zeit zum Wandel ist jetzt. Es wird keine zweite Erde geben. Dies ist unsere einzige Chance.

Schritt 1: Die erkenntnis

Der erste Schritt zu Rettung der Welt ist die Bewusstmachung dessen, was ist. Dies geschieht im Theater vor allem durch das Mittel der Spiegelung, also der Darstellung dessen, was sich im Leben beoachten lässt, um so in den Menschen einen Erkenntnisprozess anzuregen. Man hält den Menschen also einen Spiegel vor. Diesen Prozess haben wir bereits seit längerem eingeschlagen, mit Produktionen wie "Echokammer", "Antarctica" oder "Nora reloaded 2015". Er wird fortgesetzt mit unserer nächsten Produktion "Hamletrakete". Der Weg der Erkenntnis durch Bewusstmachung wird noch eine Weile anhalten, da es hier sehr viel beizutragen gibt. Er wird nach und nach aber ergänzt und abgelöst durch Schritt 2: Die Tranformation. Da wir noch nicht genau wissen, wie dies theatral umgesetzt werden kann, begeben wir uns hier auf Neuland.



 Aktuelle Vorhaben

 

Am 14. Juli werden wir also endlich nach langem Warten die "Hamletrakete" auf die Bühne bringen. Zudem erarbeiten wir ein weiteres Stück für Ende dieses Jahres, nämlich "OnlineSkating-InlineDating", geschrieben von unserem Kollegen Holger Jerzembek in der Regie von Thomas Stumpp. Weitere Stücke für 2022 und 2023 sind in Planung. Sind wir noch zu retten? Ja, und wie! Wir glauben daran, dass die Theaterkunst auch in Zukunft Bestand haben wird, als aufklärerisches Kunstmedium, das entscheidend zum Wandel beiträgt. Theater ist eine Kunst, die sich dem Digitalen verschließt. Sie ist konsequent menschlich, ist auf den menschlichen Körper angewiesen, der erst im Sinne von "Präsenz" in der sich stets aktualisierenden Interaktion mit Raum, Zeit, Dingen und Menschen dieses Kunstwerk ermöglicht. Dies ist in einer sich immer stärker digitalisierenden Gesellschaft fast schon anachronistisch und kritisch, ein stetiger Hinweis darauf, dass sich der Mensch nur durch die körperliche Erfahrung als Teil des Kosmos erleben kann. Es lohnt sich also, dran zu bleiben.

Ihr Münchner Heldentheater



Hamletrakete - Hamletrakete - Hamletrakete


Raketenstart am 14. Juli 2021 !


Wegen Corona-Schutz-Sitzordnungsplanung Reservierung zwingend erforderlich!


Münchner Heldentheater - Hamletrakete
Münchner Heldentheater - Hamletrakete

Hamlet hadert mit dem Schicksal, ein Sinnbild des die Welt hinterfragenden Menschen zu sein. Er ist in einer privilegierten Situation. Sein Stiefvater Claudius ist CEO einer florierenden Rüstungsfirma. Und Hamlet soll einsteigen und ihn beerben. Hamlet selber hat andere Pläne. Er will mit einer Rakete dem irdischen Dasein entfliehen – ob dies im Wortsinne überhaupt möglich ist, also ob die Rakete flugtauglich ist, bleibt offen. Seine Umgebung interpretiert Hamlets Absichten dabei völlig unterschiedlich. Während sein Stiefvater eine Marketingstrategie wittert, mit der sich der junge Hamlet in der kapitalistischen Welt etabliert, ist für Ophelia die Rakete ein Mittel zum romantischen „Durchbrennen“ des Liebespaars und seine Mutter Gertrud will das sowieso verhindern.

 

Mit Hamletrakete hat Andreas Berner eine Komödie geschaffen, in der das Personal des Shakespeare’schen Dramas auf die gegenwärtige Realität des Kapitalismus trifft, ohne sich in seinem Gebaren wesentlich ändern zu müssen. Wahnsinnig wird nicht Hamlet, sondern die Gesellschaft ist es bereits. Wie schon in seinen letzten Produktionen ist Berners neues Stück voller Anspielungen auf die Verrücktheiten der Gegenwart. Selbstironisch lässt er auch Seitenhiebe auf seine letzten Stücke nicht aus. Inspiriert von Shakespeare zündet das Münchner Heldentheater ein Feuerwerk an gegenwärtiger Gesellschaftskritik.

 

Mit: Ali Akbaba, Robin Elsayed, Holger Jerzembek, Katrin Schmölz, Martina Sedlmeier, Thomas Stumpp und
Katrin Thomaschewski

Regie, Musik, Ausstattung, Visuals: Georg Grieshaber

Dramaturgie: Andreas Berner

Spieltermine 2021:

14./15./16. Juli und 14./15./16./17./18. September jeweils 20 Uhr im Einstein Kultur

Spieltermine 2022:

1./2./3./4./5./6. Februar jeweils 20 Uhr im Einstein Kultur

 

Gefördert durch den Bezirksausschuss 5 Au-Haidhausen

Münchner Heldentheater - Hamletrakete
Münchner Heldentheater - Hamletrakete
Münchner Heldentheater - Hamletrakete
Münchner Heldentheater - Hamletrakete
Münchner Heldentheater - Hamletrakete
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