Kommentare: 9
  • #9

    Tom (Freitag, 08 April 2022 14:42)

    ich war sehr fasziniert wie klar und deutlich die Uneindeutigkeiten und Zerrissenheit der Seele gezeigt wurde ... der befreiende Sog der Meerestiefe war spürbar

  • #8

    Franka & Christoph (Montag, 04 April 2022 18:04)

    Die Themen des Stückes sind keine leichte Kost und erscheinen überwältigend: am Leben nagende Sinnlosigkeit, die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten menschlicher Kommunikation und Freundschaft, Todessehnsucht und nicht zuletzt die ewige Frage: Was passiert mit uns nach dem Tod?
    Leicht, geradezu ätherisch nähert sich die Inszenierung dem Stoff. Das schlichte Bühnenbild schafft die unbedingt notwendige Weite. Die beiden Schauspieler geben ihren Figuren eine (norddeutsche Meeres-) Prise Humor und Gelassenheit. Als Videoprojektion immer präsent ist das unendliche Auf und Ab des Meeres. Zusammen mit der mehr als eindrücklichen akkustischen Begleitung macht die Inszenierung eine Ahnung erlebbar, in welcher Richtung die oben genannten Themen zu beantworten sind.

  • #7

    Mirana Helle-Hagedorn (Sonntag, 03 April 2022 20:38)

    Gleich von Anfang an, hat mich das Stueck in seinen Bann gezogen. 2 Jahre Live-Kultur-Abstinenz und dann solch eindrucksvolle Pinpong-dialoge a la "Warten auf Godot". Wohltuend die vertraute norddeutsche Gelassenheit mitten im Sturm und gleichzeitig das Mitgefühl und die Besorgtheit des wahren Freundes.

  • #6

    Smaranda (Sonntag, 03 April 2022 19:14)

    Jedes Mal wenn ich ins Theater gehe, warte ich ungeduldig auf den Zeitpunkt, wenn alle Lichter zu sind. Die Vorfreude auf diesen Moment ist für mich oft größer als die Vorfreude auf die tatsächliche Vorstellung, weil in diesen Sekunden alles möglich ist. In Dunkelheit und Stille können neue Welten entstehen, Protagonisten können sterben und dann wieder aufstehen oder neue Gefühle können einen aus der Bahn werfen. Das Großartige an der Inszenierung “Ich bin der Wind” war genau die Kunst, die erwartungsvollen Emotionen der ersten Sekunden für eine ganze Stunde aufrecht zu erhalten. Das schlichte und prägnante Bühnenbild, das geschickte Spiel mit Licht und Dunkel, das hypnotisierte Meeresgeräusch im Hintergrund, sowie die bedeutungsgeladenen Dialogen der zwei Freunden hervorragend gespielt von Holger Jerzembek und Ali Akbaba haben mich sofort gefesselt und mich auf eine bezaubernde und erleuchtende Reise mitgenommen. Vielen Dank für den unvergesslichen Abend!

  • #5

    Uli (Samstag, 02 April 2022 19:04)

    Ich war mir nicht sicher, ob ich mir ein Stück wie "Ich bin der Wind" anschauen wollte, das mir von der Thematik her eher schwermütig erschien. Was ich dann sah, war eine fesselnde, zutiefst berührende Inszenierung auf einer Bühne, die durch ihre minimalistische Gestaltung das Wirken der beiden Protagonisten noch unterstrich. Am erstaunlichsten fand ich, dass es v.a. Herrn Jerzembek gelang, die Schwere seines Nicht-mehr-in-der Welt-sein-Wollens so zu transzendieren, dass eine erlöste und helle Leichtigkeit zu spüren war, die mir von Anfang an ein Lächeln ins Gesicht zauberte ... ein Lächeln, das mich noch bis in den nächsten Tag hinein begleitet.
    Respekt! ... ganz großes Kino!!

  • #4

    Max Lang (Dienstag, 28 September 2021 19:28)

    Max (Dienstag, 28. September, 1927)
    Wow, das war großes Theater am Mitwoch (15. August)! Das musste ich erstmal sich setzen lassen. bevor ich dazu schreibe.
    Als erstes, die Schauspieler:innen fand ich großartig, allen voran natürlich Frau Hamlet. Alle haben sehr tief in ihre Rollen hineingefunden, was ja auch bedeutet, dass sie entsprechend gut konzipiert wurden.
    Das Stück hat große Kraft. Es ist im besten Sinn linkes Theater. Es wurden viele Themen angesprochen. Daraus ergibt sich sehr viel Text, fast zu viel, aber ich hätte keines dieser Themen missen wollen.
    Der zweite Teil des Stücks war auch schon der Schluss. Die "plötzliche Befreiung" kam gut rüber.
    Wenn ich es sagen darf: Für mich wäre das Chor-Rezitativ "Aufwachen!" der optimale Schluss gewesen, ein kaum zu überbietender Appell an die Zuschauer.

  • #3

    Anna (Donnerstag, 05 August 2021 12:13)

    Ich habe nach Echokammer und Antarcica auch das neue Stück vom Münchner Heldentheater gesehen, und war begeistert. Das Stück war bis jetzt das beste, das ich von euch gesehen habe, spannendes Thema und gute Umsetzung. (Die anderen waren auch super:))
    Mein Kompliment an das Ensemble, durch die Bank sehr gut gespielt! Besonders gut gefallen haben mir die "Monologe in der Rakete", sowohl schauspielerisch (Ophelia hat mich zu Tränen gerührt) als auch grundsätzlich die Idee im Stück.
    Großes Kompliment an "Hamlet", ich konnte mich selbst immer wieder in dieser Figur erkennen, großartig gespielt. Ich kann das Stück nur empfehlen und jedem wärmstens ans Herz legen. Danke für diesen Theaterabend. :)

  • #2

    Miriam (Donnerstag, 05 August 2021 10:29)

    Anregend, amüsant, am Puls der Zeit.
    Gesellschaftlich kritisches Denken anhand einer Thematik, die erst vor kurzem durch die Presse ging. Hamletrakete lädt Alt, Jung und Mitteljung zum Innehalten, Reflektieren und Umdenken ein.
    Amüsante Szenen und Charaktere lockern die sinnliche Thematik auf, bringen Leichtigkeit und lassen die Zeit wie im Flug vergehen.

  • #1

    Claudia (Dienstag, 20 Juli 2021 22:00)

    Die Hamletrakete war wieder einmal ein sehr gelungenes Theaterstück, kurzweilig, tiefgründig und unterhaltsam, mit wunderbaren Schauspielern und regt auch wie die vergangenen Stücke Antarctica und Echokammer zum Nachdenken an. Es tut gut, dass es wieder möglich ist, Theater zu genießen!

Spielstätte Einstein Kultur
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