In seinem ersten Theaterstück befasst sich Holger Jerzembek mit den Gefahren der Manipulation durch Technik. In seiner Komödie Online-Skating Inline-Dating kombiniert ein Erfinder ein Mobiltelefon, das sich mit seinem Nutzer verschweißt, mit einer Dating-App, um herauszufinden, wie sich Menschen damit auch in ihren intimsten Momenten steuern lassen. 

 

 

 

In der Uraufführungsinszenierung verlegt Regisseur Thomas Stumpp das Geschehen daher in die Zukunft, in eine futuristische Parallelwelt des Jahres 2317. Das Tempo der Entwicklungen, ja des ganzen Lebens hat sich beschleunigt. Haushaltsgeräte, die das Leben angenehm machen, sind nicht mehr nur smart von überall her steuerbar, sondern haben mittlerweile auch humanoide Gestalt angenommen.

 

Die Menschen hingegen haben angefangen, sich mehr und mehr ihren Geräten anzugleichen, so wie langjährige Hundebesitzer oft ihren vierbeinigen Freunden ähnlich sehen.

 

 

 

In dieser bunt bewegten Welt läuft auch dem genialen Entwickler Engelbert Distel seine Erfindung aus dem Ruder, denn wie sich  am Ende herausstellt,  findet die wahre Liebe ihren eigenen Rhythmus und lässt sich weder steuern, noch manipulieren.

 

 

 

Jerzembeks schnelle und witzige Dialoge werden kontrastiert durch ein synchron agierendes Ensemble und so geht dieses futuristische Spiel um Macht und Ohnmacht in einem Rausch von Farben und Klängen über die Bühne.